Ausflug Portoroz

Portoroz war eine Reise wert!

Pfingstsamstag 07.30h: Briefing. Nach ein paar “X-Ray-Tagen” heute CAVOK, bis auf das Zielgebiet, welches noch als Mike eingestuft ist. Das heutige Ziel von drei Rotax-Falken ist Portoroz (Rosenhafen) in Slowenien. Rainer Stöckl, unser “Staffelkapitän”, hat sich schon um den Sammelflugplan und das Flugwetter gekümmert und verteilt Kartenmaterial und die Streckenplanung. Die GPS- Geräte werden gefüttert, die Flieger gecheckt und betankt.

09.48h: Start. Im Gänsemarsch verlassen die 3 Hupfer den Platz und bilden ab Kössen eine lockere Dreiecksformation. Über Felbertauern geht es durch eine grandiose teils schneebedeckte Alpenlandschaft, bis bei Vittorio Veneto das Flachland von Venetien vor uns liegt. Im Osten ist das fast trockene Flussbett des Tagliamento weithin sichtbar, im Süden taucht die Lagunenküste auf. Über Caorle verlassen wir Bella Italia und fliegen entlang der Küste, bis wir bei Grado die Bucht von Triest überqueren. Von “Mike” keine Spur mehr, hier ist alles “Charlie” (oder was?).

12.18h: Anflug auf Runway 33 von Portoroz. Ein steifer Seitenwind lässt die Landung in “etwas Arbeit” ausarten. Der Empfang ist herzlich, mit Begrüßungstrunk (sowas gibt’s auch nicht überall, ein nachahmenswerter Brauch!)

Inzwischen ist es Zeit, auf Nahrungssuche zu gehen. Ein Taxi bringt uns nach Piran, einem Städtchen auf der Landzunge westlich von Portoroz. Nach einem kurzen Fußmarsch entlang der Kais führt uns Rainer (der sich hier bestens auskennt) in ein nettes Restaurant, wo es alles gibt, was der Magen begehrt. Besonders empfehlenswert: Die üppige Platte mit Meeresfrüchten. Ein anschließender Gang durch die idyllischen engen Gassen der Altstadt bringt uns zum blitzblanken Tartiniplatz, benannt nach dem bekannten Geigenvirtuosen, dessen Denkmal den Platz überwacht. Im Hintergrund ist ein Glockenturm zu sehen, der dem Campanile der Markuskirche von Venedig frappierend gleicht. Mit dem Taxi geht es zurück zum Flugplatz.

15.50h: Start. Im Steigflug ist rechts der malerische Yachthafen von Portoroz zu sehen. Für den Rückflug hat Rainer (wegen der Abwechslung) eine andere Route gewählt. Wir fliegen nach Norden, vorbei an Monfalcone und Ronchi Airport über Friaul-Julisch Venetien. Insider wissen, dort unter uns wächst ein klasse Weißwein. Ab Gemona hat uns die Bergwelt wieder. Durch die karnischen Alpen und das Defereggen- Gebirge fliegen wir wieder am Großvenediger vorbei über Mittersill heimwärts.

17.50h: Zurück in Unterwössen mit dem Gefühl, mal wieder ein fliegerisches Highlight erlebt zu haben.

Happy Landings! Charlie Aßmann


 

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