SENSATION!!
REVOLUTIONÄRER MOTORSEGLER ZUM
TEST BEI DER DASSU!
Sie alle kennen das Problem: Es ist idealstes Thermikwetter, die Basis ist bei 3.500 Meter und steigend. Der Segelflugwetterbericht prophezeit einen rekordverdächtigen Streckenflugtag, an den sich noch viele lange erinnern werden. 20 bis 30 Segelflugzeuge sind bereits startfertig aufgereiht, die Piloten sind nervös, ungeduldig und würden am liebsten sofort in die Luft geschleppt werden wollen. Meist hat man nur ein oder zwei Schleppflugzeuge zur Verfügung, und bis schließlich die letzten in der Luft sind ist es bereits nach Mittag, und wie das Sprichwort so schön sagt: “Den letzten beißen die Hunde” – sprich, sie schaffen ihre Tagesaufgabe nicht mehr. Das Problem liegt darin, daß es selbst moderne Schleppflugzeuge heute nicht schaffen, die Segelflugzeuge in kürzester Zeit auf große Höhe zu bringen. Es fehlt schlichtweg an Leistung!
Dem kann in Zukunft Abhilfe geschaffen werden: Die Firmen Rockwell, General Dynamics, Boeing und Mc Donnell Douglas haben in einer einzigartigen Zusammenarbeit einen selbststartenden Motorsegler entwickelt, der wohl an Leistung nicht mehr zu überbieten ist.
Im folgenden nun ein kurzer Testbericht dieses Schleppflugzeugs, das vielleicht bald den Betrieb am Flugplatz Unterwössen aufnimmt.
Auf dem Bild links die Ankunft des neuen Motorseglers in Unterwössen. Für den Transport über den Atlantik wurde extra eine Boeing 747 umgebaut.
Nachdem sich die Dassu-Techniker Jack Kneissl und Bertl Denk über den technischen Zustand des Gefährts überzeugt hatten, konnte es nun auf einen ersten Test-Schleppflug losgehen.
Im Cockpit des Shuttles befanden sich Mike Jackson von Boeing und Reiner Kipp der DASSU. Geschleppt wurde eine ASW-15b mit Testpilot Jo Blum (siehe unten)
Begeisternd war die Leistung dieses Motorseglers: Die ASW hob bereits nach 30cm ab!! Der Schleppzug ging bald in einen gemeinsamen Steigwinkel von 70°, und bei Startbahnende war die Ausklinkhöhe von 4000 m erreicht, und das innerhalb 40 Sekunden!!!
Nachdem Jo Blum erfolgreich ausklinkte (und mit seiner ASW das 400er Dreieck locker abgleiten konnte) entschlossen sich die Schlepppiloten vor der Landung im Hausbart einzukreisen, was sich als etwas schwierig erwies, denn bei einer Manövergeschwindigkeit von 350 Knoten und einer Gleitzahl von 1:5 ordentlich zu zentrieren ist eine wahnsinnig komplizierte Angelegenheit.
Landung nach einem erfolgreichem F-Schlepp. Man bemerke den Bremsfallschirm und das Seitenruder, das zweiteilig ausgespreizt werden kann und eine hervorragende Luftbremse darstellt. Blöderweise ist die Bahn in Unterwössen mit 800 Metern trotzdem etwas kurz, macht aber nichts, die dahinter stehenden Bäume bremsten den Vogel “sanft” ab, so dass er schliesslich bei Schleching zum stehen kam und die Piloten die erfolgreiche Mission im Gasthof “Zur Zellerwand” bei einer Tasse feinsten Hopfenblütentee feiern konnten.
Ob soviel Leistung hat dieses Schleppflugzeug leider ein paar Nachteile: Nach Landung der ASW zeigten sich deutliche Spuren von Hitzeeinwirkung auf der Cockpitnase und Flächenvorderkanten. Testpilot Jo Blum klagte über vorrübergehenden totalen Verlust des Gehörs und intensiven Abgasgeruch. Das Telefonnetz von Unterwössen, Marquartstein und Grassau brach völlig zusammen, da besorgte Einwohner sich erkundigen wollten, ob die MIR hier irgendwo eingeschlagen sei. Zudem kam es bei allen betroffenen Ortschaften zu einem völligen Versagen der kristallinen Außenstruktur der dortigen Häuser (die Glaserei von Unterwössen wird der DASSU demnächst einen Geschenkkorb zukommen lassen).
Fazit: Die oben genannten Nachteile könnten sich beheben lassen, indem man an den Segelflugzeugen hitzebeständige Teflon-Folien anbringt, die Piloten nur noch mit Gehörschutz und Sauerstoffmasken starten lässt, und die Einwohner der umliegenden Gemeinden mit Sicherheitsglas und Oropax ausstattet. Dies mag teuer klingen, die Leistungsvorteile überwiegen jedoch deutlich. Übrigens wäre der Anschaffungspreis von $750.000.000 und 99 cents innerhalb kürzester Zeit (150 Jahre) amortisiert.
Story & Fotomontagen von Christian Köstner



