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Eine Woche beim Opa von Paris Hilton
Am 18 Juni war es dann so weit, ganz früh sind Jo und ich mit dem ICE nach Frankfurt gefahren und von dort mit der Lufthansa nach Denver geflogen. Von Denver ging es dann mit United Airlines nach Reno, dort wurden wir mit dem Bus abgeholt. Die Fahrt dauerte noch zwei Stunden bis zur Ranch, und alle waren ziemlich kaputt als wir dort um 23 Uhr ankamen. Wir haben unsere Koffer nur schnell in unser Mobil-Home gebracht, dann ging es schon gleich an die Bar. Am nächsten Morgen sind wir ziemlich bald aufgestanden und zum Frühstücken gegangen. Beim Kaffee holen an der Bar, haben wir gleich Barron Hilton kennen gelernt, der saß da mit einer dicken Zigarre in seinem Sessel und hat uns gleich sehr freundlich begrüßt. Am Vormittag sind dann Leute von der FAA gekommen und haben unseren Flugschein auf die US-Licence umgeschrieben. Anschließend musste ich einen Überprüfungsflug mit einem amerikanischen Fluglehrer absolvieren, so eine Art Cowboy mit einem Kilo Goldringen an den Fingern. Der hat den ganzen Flug über geredet und kritisiert (ich dachte schon, ich kann ja gar nicht mehr fliegen), denn verstanden hab ich eigentlich nichts, nur eins: „climb hard –fly fast and have fun“. Na auf jeden fall hab ich dann doch meine US- Papiere bekommen, und am nächsten Tag sind der Jo und ich dann mit einem Duo alleine los gezogen. Die Landschaft in Nevada ist sehr reizvoll und abwechslungsreich. Man überfliegt dort Wüste, ausgetrocknete Salzseen, einzelne Gebirgsstöcke, Seen und die Sierra Nevada, die zwar völlig unbewohnt ist, aber sonst unseren Bergen ähnlich sieht. Fliegerisch haben wir zwar keine Hammerwoche erwischt, aber Basishöhen bis 5000m und auch mal einen richtig starken Bart hatten wir täglich. Am letzten Tag herrschten die besten Bedingungen vor. Nach dem Ausklinken 5km westlich des Platzes, in der Nähe des „Helmuts Run“, ging es gleich mit über 5m/s auf 18000 Fuß hoch. An den White Mountains in der Nähe von Bishop war die Basis bei ca. 21000 Fuß (wir durften leider nur bis 18000) und Steigwerte bis zu 7m/s. Glücklicherweise waren genügend Doppelsitzer vorhanden, vier Duo-Discus und ein Twin III , so konnten Jo und ich immer zusammen fliegen. Im Vordergrund stand aber auch nicht der Leistungssegelflug, sondern mehr das entspannte fliegen und die Kameradschaft. Um spätestens 18:00 sollte man gelandet sein, denn da wollten auch die Helfer und Startleiter Hannes Linke, der Sportdirektor und Lenker des BHC, in ihren verdienten Feierabend. Danach schnell unter die Dusche, und gleich an die Bar zum Cocktail Schlurfen vor dem Lunch. Nach dem Abendessen war dann geselliges Beisammensein an der Bar. Hier konnte man interessante Leute kennen lernen, Freundschaften knüpfen oder General Chuck Yeagers Bericht über sein Leben lauschen. Des weiteren hatten wir die Möglichkeit zu einem abenteuerlichen Tiefflug durch Canyons mit einer Boeing Stearman, suche nach Wildpferden mit der Staggerwing (natürlich auch im Tiefflug), Ballon fahren, Pistolenschießen oder entspannen am Pool. Am Tag unserer Abreise war dann in der Früh noch die offizielle Siegerehrung. Die Heimreise gestaltete sich dann etwas schwieriger, denn unser Flug von Reno nach Denver hatte wegen Gewitter Verspätung und wir verpassten unseren Anschlussflug nach Frankfurt. So mussten wir eine Nacht in Denver verbringen, und die Maschine am Nächsten Tag nehmen. Auf jeden fall war es eine geniale Woche, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden. Fasziniert hat mich die Gastfreundschaft, der Einsatz der Helfer, die vielen netten Leute die wir kennen lernen durften, und natürlich auch die tollen Flüge in einer völlig fremden und spektakulären Umgebung.
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Von links oben - Martin ,Doug Hamilton (New Zealand),Herbert Ziegenhofer(AT), Walter Rogers (USA),Bernhard Leitner (AT), Terry Cubley (Australia),Tassilo Bode (DE),untere Reihe von links - Erik Mann (USA), Robert Schröder (DE),Werner Luidolt (AT), Wolfgang Falkensammer (AT), Anette Reichmann, unterste Promireihe von links - Hannes Linke, Ulf Merbold, Barron Hilton, Chuck Yeager, Bruno Gantenbrink.
Fotoalbum
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