Motorsegler-Ausbildung

In zwei Stunden vom Chiemsee an die Adria, die Alpen einmal von Nord nach Süd überqueren und dabei weniger als 20 Liter Benzin verbrauchen – wie soll denn das gehen?

Mit einer Privatpilotenlizenz und einem modernen Motorsegler kein Problem!

Von unserem Flugplatz in Unterwössen aus haben wir schon Flüge an die Nordsee, ins Baltikum, nach Mallorca, Griechenland und Sizilien unternommen. Es gibt so viele Möglichkeiten, so vieles zu entdecken, zu erleben und zu lernen. Ein Fliegerleben wird einfach niemals langweilig!

Wie komme ich denn nun zu einer Privatpilotenlizenz und wie schwierig ist das eigentlich?

Voraussetzung für den Beginn einer Ausbildung ist, neben dem Mindestalter von 16 Jahren, eine Untersuchung beim Fliegerarzt. Bei normaler Gesundheit bekommt man problemlos das Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 ausgestellt. Einen Teil der Schulung absolvierst Du mit Lehrer, wenn Du nach einiger Zeit sicher genug bist, fliegst Du alleine. Diese Alleinflüge sind fester Bestandteil der Ausbildung. Neben der sicheren Bedienung und Beherrschung des Flugzeugs in allen Situationen, nimmt die Navigation einen wichtigen Platz in der Ausbildung ein. Das Fliegen einer Route nach Karte, Kompass und Bodenmerkmalen, aber auch die Verfahren der Funk- und Satellitennavigation werden trainiert. Diese Ausbildungsflüge machen dann auch schon richtig viel Spaß. Sprich mit Deinem Lehrer, dann können auch hier schon richtig weite und spannende Flüge unternommen werden.
Idealerweise über den Winter wird Theorie gelernt. Der Stoff in den Fächern Navigation, Meteorologie, Technik, Aerodynamik, Luftrecht, Verhalten in besonderen Fällen und menschliches Leistungsvermögen ist recht umfangreich, aber ohne große Vorbildung zu schaffen.
Nach bestandener Theorie- und Funksprechprüfung folgt dann ein Flug mit amtlichem Prüfer. Ist auch diese letzte Hürde genommen, bekommst Du Deine Privatpilotenlizenz.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eigentlich ist das ganz einfach. Du rufst uns an und vereinbarst einen Termin für die nächste Flugstunde. Um Dein Flugzeug zu checken und Dich mit Deinem Lehrer zu besprechen, solltest Du dann jeweils eine halbe Stunde vor der vereinbarten Zeit da sein. Nach dem Flug erfolgt dann ebenfalls ein Briefing mit Deinem Lehrer, dann wird der Flieger wieder betankt und, falls nötig gereinigt.

Zu Beginn Deiner Ausbildung solltest Du für einen schnellen Lernfortschritt zwei bis drei Flugstunden pro Woche buchen.

Welche Flugzeuge darf ich denn mit meiner Privatpilotenlizenz fliegen?

Du erwirbst Deine Lizenz auf dem Motorsegler, kannst aber nach einer kleinen praktischen Zusatzausbildung auch viersitzige Motorflugzeuge fliegen. Ebenso kann die Privatpilotenlizenz (PPL) auch der Einstieg in das berufliche Fliegen sein, denn alle weiteren Lizenzen können auf dieser Grundlage aufbauen.